Der Kunstkopf

ist ein Stereomikrofon, das Aufnahmen mit einem natürlichen Klangbild ermöglicht. Das wird durch den Abstand der Mikrofone, die dem räumlichen Abstand der Ohren entsprechen, erreicht. Daher wird die Ortung einer Schallquelle nicht nur durch die Intensitätsunterschiede, sondern auch durch die Laufzeitunterschiede (um den Kopf herum) ermöglicht. Man hört sogar auch, wie weit entfernt die Schallquellen sind.

Leider funktioniert die vorne-hinten-Ortung nicht, weil der Kunstkopf fest steht, und sein Drehwinkel im Nachherein nicht mit dem Drehwinkel des Zuhörerkopfes synchronisiert werden kann. In der Natur ist nämlich eine kurze Drehung des Kopfes (Reflex) die einzige Möglichkeit festzustellen, ob die Schallquelle von vorn oder hinten kommt.

Zum Abhören von Kunstkopfaufnahmen sind am besten offene Kopfhörer geeignet. Lautsprecherwiedergabe ist aber auch ok.
Kunstkopf

Mikrofone mit BügelnEs gibt auch die Möglichkeit, Kunstkopfstereoaufnahmen zu machen, ohne dass man einen so sperrigen Styroporkopf mit sich herumträgt. Man kann dazu seinen eigenen, der zum Glück zu Lebzeiten am Hals angewachsen ist, verwenden. Dazu kann man zwei Mikrofone an Drahtbügeln befestigen, die man sich über die Ohren hängt. Bei entsprechender Haartracht fällt das sogar noch nicht einmal auf, und man bekommt bei Konzerten super Aufnahmen (wenn man den Kopf  möglichst still hält).